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Not making music at all

Januar 25th, 2008 by The Captain · 1 Comment

m_325ab2789c5f9640e985fd7adb0bfec0.jpgTeitur hat eine neue Platte. Teitur kommt auf Tour. Zwei gute Nachrichten. Ich erzählte bereits von meiner ausgesprochenen Hochachtung vor diesem Ausnahmeathleten. Seine Platten kann ich rauf und runter hören und immerzu passiert etwas anderes, ich erkenne Melodien, die mir vorher nicht so aufgefallen waren oder lustige Worte springen mir ins Ohr, denen ich noch keine Beachtung geschenkt hatte. Große Kunst.

Nun schrieb Teitur auf seiner Myspace-Seite folgendes:

“I never listen to music that happens by coincidence unless the music is tuned into a higher power or the material is performed by individuals with the improvisational caliber of John Coltrane, Sonic Youth or Beethoven. Usually the result for a songwriter is average at best - a sketch of what music it may have become - mostly within the limitations of an acoustic guitar. If you want to create something musically ambitious, you need to stand under a high ceiling and know where you are and what you want. You must listen and wait, break rules, let go and make choices on the way. Or else you are not making music at all.“

Und darüber konnte ich dann durchaus mal nachdenken. Ich bin ja ein großer Freund des Zufalls in der Musik. Wenn ich mit Boogie Musik mache, ist es eigentlich ein einziger Zufall, kaum einmal spielen wir ein Lied exakt gleich. Bei jeder Probe läuft ein Edirol-Aufnahmegerät mit und oftmals fallen mir beim nachträglichen hören erst kleine und feine Dinge auf, die da entstanden sind. Die wir manchmal sogar gar nicht reproduzieren können, die aber als Idee weiterleben und dann auf wieder andere Weise in die Lieder einfliessen.

Ist das nun keine Musik? Oder brechen wir Regeln? Ich bin ja nach wie vor großer Anhänger der musikalischen Idee der Punk-Musik. Einfach machen, eben nicht lange konzipieren und sich mit seinen musikalischen Grenzen geißeln. Spaß haben. Nicht Spaß im Sinne von ZDF-Vorabendserien mit gewaschenen Autos und dummen Gelächter sondern eben Spaß im sinne von Musik machen. Kopf aus, Bauch an.

Aber eigentlich hat Herr Lassen, der alte Papgeientaucherfresser, ja durchaus Recht. Das begrenzt die Musik natürlich auch und es ist durchaus das Resultat einer Faulheit, die sich nur so gewaschen hat…

Ich weiß das alles nicht. Ich bin Songwriter, holt mich hier raus.

Tags: Music

1 response so far ↓

  • Boogie // Jan 25th 2008 at 17:43

    Wenn man das Teitur Zitat etwas modifizieren würde, würde ich ihm auch 101% zustimmen. Mein Vorschlag wäre:

    I never listen to music that happens by coincidence unless the music is tuned into a higher power or the material is performed by individuals with the improvisational caliber of John Coltrane, Sonic Youth, Beethoven or Cpt.Stubing & the Loveboats…“.

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