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„Spielt doch mal was schnelles….“

Juli 18th, 2006 by The Captain · 8 Comments

„Schneller, schneller…“ rief damals die Freundin unseres Drummers Marky durch das Bürgerhaus Wilhelmsburg. Es war gut zu hören, denn außer ihr waren nur noch 20 andere da und fünf davon sollten eigentlich Bier verkaufen. Es war der letzte Auftritt von Captain Stubing in Big-Band Besetzung, mit zwei Kontrabässen auf der Bühne und ordentlich „Rumtschickabum“ im Gepäck.

Dafür, dass nur so wenig Leute da waren, konnten wir nichts, dafür, dass die Songs eher langsam gerieten schon. In erster Linie liegt das daran, dass ich langsame Lieder lieber mag. Ich mag sie lieber spielen, ich mag sie lieber singen und ich mag sie lieber hören. Es ist manchmal ganz einfach. Gar nichts gegen „Loosing Style“ , macht Spaß sowas, keine Frage, aber die anderen Dinger sind teilweise so direkt aus meinem Bauch, dass es überhaupt nicht zu vergleichen ist.

Geht da was? Oder ist das eher so ein absolut eigenes Ding, mit dem wir unsere Freunden die Zeit stehlen? Selten habe ich mal so ein klares Gefühl gehabt, dass was geht. Wir müssen nur raus finden, wo. Klingt nach einer billigen Pointe, ist aber ganz ernst gemeint.

Selten hat mich ein Auftritt so runter geholt, wie der letzte in Wangelau. Aber anders, als damals in Wilhelmsburg, als ich die Instrumente für fast 4 Jahre in die Ecke stellte, stört mich das gar nicht so sehr. The sky ist the limit. 

Tags: Gigs · Music

8 responses so far ↓

  • slidetone.blog» Blog Archive » Next song’s called mmpgmmph // Jul 18th 2006 at 14:06

    […] Paßt sehr schön hierzu. Nein, nicht zur Parkuhr, aber zu den Kommentaren. Und zu den Worten des Captains sowieso. […]

  • The Captain // Jul 18th 2006 at 14:09

    Hulla, das war aber prompter Pingbackspam….

  • Slowhairbüschel // Jul 18th 2006 at 14:14

    Ach, lass Dich davon nicht runterziehen. Die Leute machen eh, was sie wollen, da kann man sich nicht dran messen.

    Was die Slow Songs angeht: Kein einfaches Thema. Hab euch ja noch nie live gesehen. Vielleicht geht das ja in Berlin, wobei, hier quatschen die Leute am Lautesten, wenn der db-Level unter 120 liegt. Vieleicht muss man die langsamen einfach um so lauter spielen. Machen Mogwai ja auch. Und da muss man aufpassen, dass man seine Tromelfelle nicht irgendwann runterschluckt.

  • The Captain // Jul 18th 2006 at 15:10

    Ach, so uneinfach ist das gar nicht. Die Mischung machts. Und so leicht runterziehbar bin ich auch nicht, immerhin sabbeln Boogie und ich auf der Bühne auch ein wenig, da wolln wa mal beim Publikum nicht so sein.

    Auf Hörsturz-Rock habe ich aber keine Lust. Die Mischung machts. Vielleicht auch das ein oder andere Mitmachspielchen. Oder Saxophon? Warum nicht ein Saxophon? Ach, mir geht gerade der nötige Ernst ab. Es ist einfach zu heiß.

  • Boogie // Jul 18th 2006 at 16:26

    Du bringst mich gerade auf eine Idee. Mitmachspielchen? Saxophonschlucken. Scheiße arrrrgelllbarrgell, ist das heiß hier.

  • slidetone.blog» Blog Archive » Tanz der Tröten // Jul 18th 2006 at 18:14

    […] Was mit der Tröte des Todes an sich harmlos anfing, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer Art Running Gag und fand mit der haarscharfen Analyse: “Immerhin tut der Typ neben Ian Dury genaus das, was man mit Saxophonen machen soll: Nicht spielen.” seinen bisherigen Höhepunkt. Ausserdem konnte der Typ neben Ian Dury nicht nur sehr gut nicht spielen (er konnte das auch bestens mit zwei Tröten des Todes gleichzeitig), nein, er war auch ein ganz hervorragender Tänzer. Hier zu sehen, neben einem Typen der weder Ian Dury ist, noch auf japanisch auch nicht wirklich singen kann. […]

  • Mr. Nap // Jul 20th 2006 at 15:03

    Ihr werdet Euch doch nicht von den hängengebliebenen Provinzheinis mit ihren “laute, schneller, härter” Rufen nicht unterkriegen lassen. Das schreien sie uf d’r schwäbischa Alb au immer…solche Typen nerven nur. Sind meisten auch noch die, die VoKuHila, Schnautzer und a Scorpions Shirt tragen. Grausam…

  • slidetone.blog» Blog Archive » Reduzierte Sonnenbrillen // Aug 20th 2006 at 18:54

    […] Wir brauchen keine Sonnenbrillen. Yiiihaaaaa! Zwischenzeitlich hatten wir ja Befürchtungen, es könne alles anders kommen. Terry Lee Hale flüsterte nach dem Logo Gig dem Captain ein, er wäre die Reinkarnation Hank Williams und prompt betrat dieser die nächste Bühne mit den Worten: “Hello, my name is Robbie Williams.” Bumm tschaka bumm tschaka bumm… (aber gaaaanz langsam). Doch weiter im Promotext des Reeperbahn Festivals: Das Duo spielt reduzierten Country auf sehr hohem Niveau und kann sein Publikum meist mit Gesang, Gitarre und Keyboard begeistern. […]

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