Mit bluttriefenden Walzern in zeitlupigen 3/4 Takt ist nicht zwingend ein Blumentopf zu gewinnen. Schon mal gar nicht wenn der nächste Gig, am 15.07. in Wangelau bei Big Hand Willie Jnr. auf der Farm Lieder in einer etwas flotteren Gangart erfordert. Den einen oder anderen Hau-die-Ziege Song haben wir ja schon im Repertoire und wenn es sein muß, bekommen wir sogar eine Stehgreifversion von “Someone pissed in my beer” hin. Und “He’s dead” geht auch immer. Aber da tropft ja wieder das Blut zwischen den Zeilen. Letztendlich auch denkbar ungeeignet, vielleicht reicht’s gerade für den Blumentopf, aber Gewinnmaximierung ist was anderes.
Nicht nur wir wissen das, nein, auch der Verschwörungstheoretiker, der das Geheimnis von U2 in einem Spreeblick Kommentar lüftet, weiß das. Einwandfreie Botschaften transportieren und schon fließen Spenden aus Politik und Wirtschaft. Eine Idee, so brilliant wie simpel, das sie aus dem Hause Freud Communications, der Firma des einflussreichen PR-Beraters Matthew Freud, kommen könnte.
Matthew Freud ist übrigens Urenkel von Sigmund Freud und verheiratet mit Elisabeth Murdoch, die wiederum Tochter von eben dem MySpace Rupert ist, der nicht mehr Billy Braggs Freund ist und berät in Sachen PR u.a. Pepsi-Cola, Nike und AOL. Und Freud gehörte zu den PR-Beratern vom Live8, womit sich der Kreis wieder bei Bono von U2 schließt. Ausserdem geht’s im Kreis zurück zu den “einwandfreien Botschaften” und darum haben wir den Song “So fed up” wieder ausgegraben. weil a) einwandfreie Botschaft und b) ein Lied, das sich quasi für eine u2eske Gitarrenechobreitseite aufdrängt. Okay, eigentlich ist es mehr in der Tradition von Travis gehalten, aber (Achtung Baby, noch eine Verschwörungstheorie) die sind eh die besseren Coldplay und die wiederum die schlechteren U2. Jetzt muß es nur noch mit den Spenden klappen…
mp3 Ausschnitt aus dem Wembley Stadion Music Club Live 2004
3 responses so far ↓
Captain // Jun 29th 2006 at 09:49
Oh. Bonzos Idee ist ja wundervoll, das es so einfach geht.. Ich denke aber den rechten Song dafür müssen wir noch schreiben, irgendwas mit Kriegspropaganda, das hatte ich eh schon länger überlegt. Dann endlich rollt der Rubel.
Am lustigsten aber finde ich eigentlich, dass wir uns unsere alten Songs erst wieder raushören müssen. Ich habe schlicht vergessen, wie wir ihn damals spielten. In der neuen Version vom Sonntag gefällt er mir aber eigentlich eh besser.
Dennoch werde ich -wie immer- mit einer Fahne schwenkend über die Bühne laufen. Freier Oberkörper? Natürlich. Würdest Du bitte so lange in den Boxentürmen klettern? Danach spielen wir dann still walzing with you…
slidetone.blog» Blog Archive » Jazz ist keine gute Fickmusik // Jun 29th 2006 at 15:36
[…] Wobei der Begriff “Nacktbaden” in meiner Bloghütte zu dem Beitrag “Nacktbaden im Sommerloch” führt und der wiederum beschäftigt sich mit dem großen Blogosphärenverschwörungstheoretiker Rainer M. aus der Blogbar, den ich nicht verlinke um mir nicht wieder den Ruf eines Trackbackspammers einzuhandeln. Reicht’s doch, wenn ich mich dazu bekenne auch eine Klickhure zu sein. Und ein Verschwörungstheoretiker bin ich natürlich auch. Beim Geheimbund der erfolglosen Liebesboten ist’s nachzulesen.[…]
Captain // Jun 30th 2006 at 15:14
Nun hab ich es wieder: D A Fism ist die alte Version. Neu so ähnlich G D Am, aber eben nur so ähnlich. Dolle Songs. Man kann sie sogar mit anderen Akkorden spielen. Spgar den Text fand ich übrigens wieder. Er ist ganz lustig, hat aber leider keine klare politsche Botschaft. Naja, vielleicht eine klare Botschaft an die politiker. Die aber sind nicht gemeint. Eher eine Frau, die einen auf der Flucht (in die Wüste, immerhin sind wir Country) auch noch begleitet und einen dabei voll nölt.
Leave a Comment